Zum Spielen braucht es einen Raum und einen sicheren Boden.

 

Hier begegnen sich Menschen, die sich als Spielgefährten wahrnehmen und anerkennen.

Durch den sicheren Boden, fühlen wir die Erde, die uns trägt.

Wir spüren die Anziehung, die Kraft, das Getragen und Verbunden sein.

 

Im Spiel fühlen wir uns zueinander hingezogen. Wir erleben die Offenheit in der Begegnung und die Freude am einfach sein dürfen. Im Spiel sind wir frei von Bewertung jeglicher Art.

Die Freude und Verbundenheit bewirkt eine Ausschüttung von Glückshormonen (Oxytocin).

 

Das Erleben von Sicherheit, Nähe und Freude fördert und stärkt eine Vielzahl von Kompetenzen.

  • Sozialverhalten,
  • Beweglichkeit,
  • Lernfähigkeit,
  • Individualität,
  • Selbstvertrauen

„Vor allem geht es im Original Play um Erfahrungen. Es kombiniert körperliche, emotionale, kognitive und soziale Aspekte.“*

 

Empathie, Sensibilität und das Gefühl von Verantwortung für sich und andere entwickeln sich.

 

Durch unterschiedliche Kulturen und Regeln, Konkurrenzdruck geht das Ursprüngliche Spiel nach und nach verloren.

In meinen Kursen kann ich, ab einem Alter von 11/2 Jahren wahrnehmen, dass das Ursprüngliche Spiel nach und nach regelrecht verschüttet wird.

Konkurrenz, Druck und Bewertung von außen scheinen hierfür von entscheidender Bedeutung zu sein.

 

Da die Fähigkeit des ursprünglichen Spiels in uns liegt, können wir sie jederzeit wieder wecken und neu entdecken.

 

Als ich das erste Mal in einem Workshop von Fred gespielt habe, habe ich diese Kraft und Faszination, die dem Spiel innewohnt, gespürt.

Seitdem spiele ich mit Kindern in Kindergärten, Kinderläden und wo immer es möglich ist zu spielen.

Die Freude, die das gemeinsame Spielen bei den Kindern auslöst, sehe ich in ihren strahlenden Augen.

 

Und wie beim Spiel im Sandraum, kann ich im Ursprünglichen Spiel den Flow in dem sich die Spielgefährten befinden regelrecht wahrnehmen und fühlen. Es ist als wenn ich sehen kann, wie im Gehirn die Synapsen feuern und neue neuronale Verbindungen entstehen und die so wertvollen Hormone ausgeschüttet werden.

 

"Was wir im Spiel wiederfinden können, ist das Kind in uns und die Freude und Fülle, die wir fühlen, wenn wir den jetzigen Augenblick genießen."

 

 

*Jolanta Graczykowska – Vortrag UNESCO-Tagung 2015 in Genf